Das Chemnitzer Heizhausfest hat sich in den letzten Jahren ohne Frage zu einem der Höhepunkte im Jahr des Eisenbahnfreunds etabliert. Da die große Präsentation der vereinseigenen 50 3648-8 zur Saisoneröffnung leider ausblieb, wurde dem Ereignis entsprechend entgegen gefiebert.

Wenn auch mit 41 1144-9, 50 3616-5, 52 8079-7 und 52 8154-8 nur altbekannte Gastdampfer geladen waren, so reichte mir die angekündigte Vorstellung der eigenen Reko-50er als Grund dem Museum einen Besuch abzustatten. Der Samstag zeigte sich von seiner besten Seite. Die Sonne lachte ganztägig und sorgte für bestes Fotolicht, wenn die heiße Kugel denn erstmal den Weg hinterm Lokschuppen entlang geschafft hatte.

Angekommen im Museum herrschte dann jedoch eher Ruhe. Mit viel Glück erwischte ich das heiß ersehnte Fotoobjekt bei noch Gegenlicht auf der Drehscheibe, bevor sie bis zur Lokparade am Nachmittag wieder im Schuppen Platz nahm. Der wunderbare Kohlehochbunker wurde weitgehend ungenutzt gelassen und das dort perfekte Licht konnte kaum genutzt werden. Überhaupt blieben Rangierarbeiten oder das Drehen der zahlreich vorhandenen Museumslokomotiven auf der Scheibe leider aus. Man machte sich im Ablauf doch recht wenig Mühe. Die ebenfalls seit kurzem betriebsfähige feuerlose Dampfspeicherlokomotive des SEM konnte wegen Pumpenschaden auch erst zur Lokparade bewundert werden. Wenn man, so wie ich, jedoch bis dahin gar nicht bleiben konnte, so musste man sich leider mit stehenden Fotoobjekten zufrieden geben. Etwas schade, bietet das Museum doch eigentlich reichlich Möglichkeiten, um dem Eisenbahnfreund etwas Abwechslung zu bieten. Mit kleinem Grill und Bierstand kam das leibliche Wohl zwar nicht zu kurz, auf Gaumenfreuden musste jedoch verzichtet werden. Nun...die erwartet man zu einem Eisenbahnfest zum Glück ja auch nicht.

Am Sonntag gab zumindest die Fahrzeugparade eine Steigerung zum Vortag her.

Dennoch lautet mein Fazit: Das Heizhausfest war durchaus schonmal interessanter. Die vielen Möglichkeiten um etwas Pepp in den Tagesablauf zu bringen, blieben ungenutzt. So bot man dem treuen Besucher nichts Neues. Da entschädigt auch eine DB-155er im Gelände nicht wirklich.

Besuchen werde ich das Fest zwar weiterhin (schließlich liegt es vor der Haustür), jedoch wünsche ich mir etwas mehr Abwechslung für künftige Veranstaltungen!